Photovoltaik- oder
Solaranlage?
Dank
staatlich subventionierten Förderprogrammen, tauchen auf immer mehr Dächern
Deutschlands Anlagen zur Energiegewinnung aus Sonnenwärme auf.
Sonnenenergie kann auf zwei unterschiedliche Arten genutzt werden.
Solarthermische Anlagen wandeln die von der Sonne gelieferte Energie in Wärme
um, welche dann in einem Puffer gespeichert und bei Bedarf als Heizwärme
oder in Form von Warmwasser genutzt werden kann. Photovoltaik-Anlagen
dagegen, wandeln die Sonnenenergie in Strom um.
Was eignet sich nun besser für ein Eigenheim?
Aufgrund des Kostenunterschiedes und der Amortisationsdauer, ist es für
den Besitzer eines Einfamilienhauses vorteilhafter, sich für eine
Solaranlage zu entscheiden. Mit der Installation einer Solaranlage auf dem
eigenen Dach, wird man zu einem großen Teil unabhängig von einer
externen Versorgung mit Rohstoffen, was bei den ständig schwankenden Rohölpreisen
von großem Vorteil sein kann. Wie hoch der noch benötigte Anteil
fossiler Rohstoffe ist, hängt unter anderem vom Wärmeverbrauch des
Hauses sowie den Witterungsverhältnissen ab.
Doch auch die Installation einer Photovoltaik-Anlage kann für den
Eigenheimbesitzer interessant sein, denn der Besitzer einer
Photovoltaik-Anlage ist dazu verpflichtet, den erzeugten Strom ins öffentliche
Stromnetz einzuspeisen. Dieser wird dann vom Staat derzeit mit ca. 30 Cent
pro Kilowatt-Stunde vergütet, also wesentlich höher als die Kosten für
den eingekauften Strom. Die aktuellen Vergütungssätze sind im EEG
(Erneuerbaren-Energien-Gesetz) festgelegt. Der Einbau der Anlage selbst,
kann staatlich über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gefördert
werden.
Solaranlagen
Bevor man sich für die Installation einer Solaranlage entscheidet, sollte
man sich ausgiebig darüber informieren, ob sich der Einbau einer solchen
Anlage rentiert. Liegt das Haus an einer ungünstigen Stelle mit wenig
Sonneneinstrahlung, kann die Leistungsfähigkeit der Solaranlage so sehr
eingeschränkt sein, dass die gelieferte Energie kaum den Bedarf des
Hauses deckt. Günstig ist eine Ausrichtung der Dachfläche, mit möglichst
wenig Verschattungen, Richtung Süden. So kann man im Sommer nahezu den
gesamten Bedarf an Warmwasser abdecken. Der Dachflächenbedarf einer
Person beträgt etwa zwei bis drei Quadratmetern Dachfläche.
Es gibt Flach- und Röhrenkollektoren. Wenn nicht nur Warmwasser sondern
auch Heizwärme mit der Anlage geliefert werden soll, ist die Wahl eines Röhrenkollektors
zu empfehlen. Dieser verfügt über eine um 30 Prozent höhere Leistungsfähigkeit,
was sich besonders im Winter oder bei schlechtem Wetter und somit diffusem
Lichteinfall bemerkbar macht. Beim Kauf sollte man sich daher nicht von
den höheren Anschaffungspreisen abschrecken lassen.
Auch die Wahl des Speichers der Solaranlage spielt eine wesentliche Rolle.
Um effektiv zu sein, sollte sichergestellt sein, dass der Speicher nicht
mehr als 2 Kilowattstunden an Wärme pro Tag verliert.
Eine Anschlussmöglichkeit für die Nachheizung muss für Tage, an denen
die Sonnenenergie nicht ausreicht, um die benötigte Energie zu liefert,
ebenfalls vorhanden sein. Das Fassungsvermögen des Speichers sollte ungefähr
300 bis 500 Liter betragen, so dass eine ausreichende Wasserversorgung
gesichert ist.
Die Kosten für den Einbau einer Solaranlage hängen von verschiedenen
Faktoren ab. Eine Anlage zur Warmwasserversorgung kostet etwa zwischen
3.000 und 5.000 Euro, eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung dagegen
etwa 8.000 bis 12.000 Euro. Die Preise schwanken gemäß der Qualität und
der Kombination der verschiedenen Teile, daher sollte man sich vor dem
Einbau eingehend informieren und mehrere Angebote von Fachfirmen einholen.
Darüber hinaus gibt es auch unterschiedliche Förderprogramme, die in
jedem Bundesland unterschiedlich sind. Eine erste Anlaufstelle ist hier
beispielsweise die KfW.
Photovoltaik-Anlagen
Eine Photovoltaik-Anlage funktioniert optimal bei einer Dachneigung von 28°
und eine Ausrichtung nach Süden. An sonnigen Tagen und bei optimaler
Lage, liegt die Stromertragsleistung bei 100%, an bewölkten Tagen 60 %
bis 20 %.
Der erzeugte Strom muss ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden und
wird, wie bereits erwähnt, auf zwei Arten vergütet. Der Gewinn liegt vor
allem darin, dass die Preise für den eingespeisten Strom höher sind, als
die, die der Verbraucher beim Stromlieferanten zahlt. Außerdem wird
generell mehr Strom produziert, als verbraucht wird. Jedoch liegt die
Amortisationsdauer einer solchen Anlage bei ca. 20 Jahren, während sich
Solaranlagen bereits nach etwa zwei Jahren rechnen.
Die Solarzellen bestehen aus Silizium. Es sind so genannte monokristalline
und polykristalline Zellen erhältlich. Erstere besitzen einen
Wirkungsgrad von 14 bis 17 %, letztere, die auch günstiger sind, einen
Wirkungsgrad von 14 bis 17 %.
Für einen Vier-Personen-Haushalt und somit ca. 4.000 Kilowattstunden
Strom, ist eine 5-Kilowatt-Anlage nötig, die etwa 40 Quadratmeter Dachfläche
in Anspruch nimmt. Kostenpunkt ungefähr 30.000 Euro.
Der Einbau von Solar- oder Photovoltaik-Anlagen ist zumeist
genehmigungsfrei. Dennoch sollte man sich vor dem Einbau bei der örtlichen
Behörde erkundigen, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist. Dies ist
besonders bei Besitzern von denkmalgeschützten Häusern der Fall.
Ob Solar- oder Photovoltaik-Anlage, die Beratung durch einen erfahrenen
Fachbetrieb vor Ort ist unerlässlich, da die optimale Auswahl der Anlage
sowie deren Einbau nur durch einen Installateur mit viel Erfahrung
kalkuliert werden kann.
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Montage Fachbetriebe für Photovoltaik und Solarthermische Anlagen in
Deutschland, nach Bundesländern sortiert.
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